Die Miniaturbernhardiner verlassen jetzt auch schon zeitweise ihren Schlafplatz. setzen ihre Nasen ein und machen ihr Geschäftchen da, wo es dementsprechend riecht.
Nun werden sie auch das 1. Mal entwurmt und müssen raus an die Sonne und die frische Luft.
Erst zögerlich und dann von Tag zu Tag mutiger entdecken sie ihre kleine Welt, werden neue Erfahrungen gesammelt, Scheinkämpfe ausgetragen, verbellt und sie zeigen jetzt auch schon die oft unterschiedlichsten Charaktereigenschaften.
So langsam färben sich die Augen in das erwünschte Braun und auch die Haarart lässt sich jetzt schon
voraussagen, falls es eine Kurz- und Langhaarverbindung gegeben hat.
Zum Ende der Säugezeit bekommen sie von ihrer Mama Vorverdautes serviert, auf das sich die Kleinen mit Feuereifer stürzen ( sehr zum Grausen für uns Zweifüssler - aber so ist halt nun mal die Natur ).
Mit 7 Wochen machen die Welpen dann ihre erste Erfahrung mit dem Tierarzt, der sie impft.
Jetzt sind sie auch im Zuchtbuch registriert und bekommen ihre Nummer eintätowiert.
So vergehen die Wochen wie im Fluge und viel zu bald kommt für uns als Züchter der Zeitpunkt,
in dem er seine " Kinder" schweren Herzens in die neue große Welt entlässt und hofft, dass er für seine Zöglinge auch die richtigen Adoptionsfamilien ausgesucht hat, die ihr Herz für den neuen Familienanschluss öffnet, ihn auch am täglichen Leben teilnehmen lässt und nicht einfach wegsperrt und für eine halbe Stunde
Spazierenlaufen aus der Hütte holt.
Da verkümmert selbst der wesensfeste Hund.
![]() |
![]() |
![]() |
||
![]() |
![]() |
Wenn Sie sich in so ein unglaublich schnell wachsende Riesenbaby verlieben
werden Sie sehr rasch merken, daß da nichts ist mit schlafmützig in der Ecke liegen.
Ein Bernhardinerwelpe fordert sehr viel Liebe und Zuwendung, sie sind durchaus
temperamentvoll bis schlitzohrig, wollen beschäftigt sein, sind grenzenlos naseweis und
wollen selbstverständlich auch überall dabei sein.
Da gehört das Totschütteln von diversen Blumentöpfen und gelben Säcken ebenso
dazu, wie das Klauen von Fraule`s Putzlumpen oder das stolze Gehabe beim Auffinden
von Handfeger, Socken, Schuhen ( hier natürlich nur die guten und teuren ) und sonstigen
diversen Kleidungsstücken etc...., die " Mensch " halt so rumliegen lässt, der ist ja selber schuld,
wenn er nicht alles aufräumt oder in mindestens 1, 50 Meter Höhe verstaut.
Sie sind als Familienhunde sehr menschenbezogen und fordern ihre Streicheleinheiten
gnadenlos ein, sind schmusig, manchmal auch ein bisschen dickschädlig, vor allem, wenn
man zuviel bei ihnen durchgehen lässt, solange sie so klein und ach so putzig sind.
Dehalb ist eine konsequente, aber liebevolle Erziehung von klein an so wichtig,
um dem Welpen seinen festen Platz in der Rudelordnung Mensch/Hund beizubringen.
Schlechte Erfahrungen vergißt ein Hund nie - deshalb gilt auch hier :
Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füg auch Deinem Hund nicht zu!
zu unseren Würfen A-Wurf




