Bernhardiner vom Messelstein
Bernhardiner vom Messelstein

unsere Würfe

Nach der Geburt ist es unwahrscheinlich schön, wenn Mama und Babys im frisch gerichteten Bett liegen und die Kleinen ihre rosarote Zunge um die Milchzitzen der Mama stülpen.
Da wird geschmatzt, mit den Pfötchen Mutters Gesäuge bearbeitet und doch tatsächlich schon mit den kleinen Schwänzchen gewedelt - ein Bild voll glücklichen Wohlbehagens.

Die Kleinen werden voll Hingabe geputzt, die Bäuchlein massiert um die Verdauung anzuregen und auch die anschliessende Hinterlassenschaft wird von der Hundemama sofort beseitigt.
Da das für die Hündin natürlich sehr anstrengend ist und sie unsere Zuwendungen ja sowieso geniesst - vor allem bei grossen Würfen - helfen wir beim Putzen ein wenig nach und halten ihr die mitunter recht lebhaften Kleinen zum Ablecken hin und wenn `s Würmchen sauber ist, darf es wieder an die Milchbar, dabei achten wir aber auch darauf, daß nicht der dickste Brummer immer die größte Zitze erwischt.
Hundewelpen kommen quasi halbfertig auf die Welt, sie sind bei der Geburt blind, taub und nicht in der Lage, sich auf die Beine zu stellen. Sie sind in den ersten Tagen nur auf die " Wärmequelle " konzentriert.
Erst nach 10 bis 14 Tagen sieht man am Glitzern im Augwinkel, daß sich die Augen öffnen und plötzlich sind sie offen und sie lachen uns strahlendblau an - da geht einem so richtig s`Herz auf.
So nach und nach öffnen sich auch die Ohren und somit kommt auf die Welpen ein völlig neues, aufregendes Erleben dazu.
Sie stehen nun auf wackeligen Beinchen und entdecken, zwischenzeitlich sogar in der Lage zu Bellen, ihre Umwelt - ihre Geschwister - die Hundemama und natürlich uns Menschen.
Nun bekommen sie auch ihre erste Mahlzeit - auf den Schoss genommen und von Hand gefüttert und schon nach kürzester Zeit haben sie sich an das Fressen im Schüsselchen gewöhnt.

Die Miniaturbernhardiner verlassen jetzt auch schon zeitweise ihren Schlafplatz. setzen ihre Nasen ein und machen ihr Geschäftchen da, wo es dementsprechend riecht.

Nun werden sie auch das 1. Mal entwurmt und müssen raus an die Sonne und die frische Luft.
Erst zögerlich und dann von Tag zu Tag mutiger entdecken sie ihre kleine Welt, werden neue Erfahrungen gesammelt, Scheinkämpfe ausgetragen, verbellt und sie zeigen jetzt auch schon die oft unterschiedlichsten Charaktereigenschaften.

So langsam färben sich die Augen in das erwünschte Braun und auch die Haarart lässt sich jetzt schon voraussagen, falls es eine Kurz- und Langhaarverbindung gegeben hat.

Zum Ende der Säugezeit bekommen sie von ihrer Mama Vorverdautes serviert, auf das sich die Kleinen mit Feuereifer stürzen ( sehr zum Grausen für uns Zweifüssler - aber so ist halt nun mal Mutter Natur ).

Mit 8 Wochen machen die Welpen dann ihre erste Erfahrung mit dem Tierarzt, der sie impft und chipt
in der 8 bis 9. Woche kommt dann der Zuchtwart zur Wurfabnahme und damit sind sie auch im Zuchtbuch des St.Bernhards-Club registriert.

So vergehen die Wochen wie im Fluge und viel zu bald kommt für uns als Züchter der Zeitpunkt,
in dem er seine " Kinder" schweren Herzens in die neue große Welt entlässt und hofft, dass er für seine Zöglinge auch die richtigen Adoptionsfamilien ausgesucht hat, die ihr Herz für den neuen Familienanschluss öffnet, ihn auch am täglichen Leben teilnehmen lässt und nicht einfach wegsperrt und für eine halbe Stunde
Spazierenlaufen aus der Hütte holt.

Da verkümmert selbst ein wesensfester Hund.

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© Gabriele Fischer